Smoothies
Was taugt das Obst aus der Flasche?
Hast du schon mal einen Smoothie probiert? Die attraktiven bunten Fläschchen stehen seit einigen Jahren in den Kühlregalen der Supermärkte und enthalten einen sämigen Mix aus Fruchtsaft und püriertem Obst; in manchen beißt man sogar auf ganze Fruchtstücke. Geschmacksrichtungen gibt es viele: Apfel, Banane, Trauben, Beerenfrüchte, exotisches Obst, auch mal Karotte, Quitte oder Kürbis. Im Vergleich zu klassischen Fruchtsäften enthalten Smoothies deutlich weniger Wasser und mehr Nährstoffe. Sie werden daher gern als gesunde Mahlzeit oder als flüssiger Obstsnack beworben.
Heute schon bis 5 gezählt?
Dass viel Gemüse und Obst nicht nur schlank hält, sondern auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten senkt, ist seit Jahren bekannt. Daher empfehlen Experten, täglich 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst zu essen. Aber nur knapp die Hälfte der Deutschen isst täglich Gemüse, und lediglich zwei Drittel greifen einmal am Tag zu frischem Obst. Können Smoothies Obstmuffel begeistern? Cool mit dem Strohhalm geschlürft, geben sie dem Körper schließlich nicht nur einen leckeren Vitaminkick, sondern decken laut Werbung mindestens eine der beiden täglich empfohlenen Obstportionen.
Schau auf die Zutatenliste!
Doch Smoothie ist nicht gleich Smoothie. Viele bestehen zum großen Teil aus Saft oder Konzentrat, bei deren Herstellung die günstigen Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe im Pressrückstand zurückbleiben. Auch die Erhitzung fordert Nährstoffverluste. Generell gilt: Je höher der Saftanteil, desto weniger wertvolle Substanzen stecken drin. Außerdem lohnt es sich, die Zutatenliste genau zu lesen: Manche Smoothies nennen sich zum Beispiel Kokos-Mango, enthalten aber als erste Zutat preiswerten Apfelsaft.
Das muss drin sein:
Ein guter Smoothie sieht laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung so aus: Er besteht zu mindestens 50 % aus Püree oder stückigen Bestandteilen von ganzen Früchten oder Gemüse und wurde nicht durch Wasserentzug konzentriert. Außerdem enthält er keinerlei Zusatzstoffe, auch keinen Zusatz von Zucker oder isolierten Nährstoffen.
Ab und zu ist ein Smoothie völlig ok
Gelegentlich kann solch ein guter Smoothie eine der täglich empfohlenen fünf Portionen Obst oder Gemüse ersetzen. Es ist aber allemal empfehlenswerter, in einen knackigen Apfel zu beißen, eine Möhre oder Kohlrabi zu knabbern. Sie haben durch ihren hohen Wasser- und Ballaststoffgehalt mehr Volumen und sättigen besser bei weniger Kalorien. Frische Früchte haben außerdem ein breiteres Spektrum und einen höheren Gehalt an gesundheitsfördernden Stoffen. Last not least sind Smoothies teurer als ihre frischen Ausgangsprodukte und ökologisch ungünstiger.
Für Menschen, die, warum auch immer, selten oder nie frische Früchte essen, sind Smoothies natürlich empfehlenswert. Auch bei Kauproblemen macht der Griff zum Smoothie wirklich Sinn.
Einfach selber mixen
Ein Smoothie lässt sich übrigens im Handumdrehen selbst herstellen: Man stecke 300 g tiefgekühlte Erdbeeren, eine Banane und 300 ml Orangensaft in den Mixer, püriert das Ganze und füllt es in Gläser. Lecker!