Der Glücksfaktor

02
Nov
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Glücklich sein macht schlank

Anstatt immer ausschließlich an  Ernährung und  Sportprogramm zu feilen, glaube ich, dass eine weitere Komponente vielen Menschen beim Abnehmen helfen könnte: Nennen wir sie den Glücksfaktor. Was ist das und wie soll es funktionieren, fragst du dich.
Studien zeigen, dass negative Gefühle zu einer erhöhten Nahrungsaufnahme und speziell zum Konsum von  wenig gesunden Nahrungsmitteln führen können. Natürlich können wir nicht alle negativen Situationen und Gefühle aus unserem Leben verbannen … und sollten dies auch gar nicht tun. Höhen und Tiefen gehören zum Leben. Aber trotzdem lassen sich vielleicht einige Dinge optimieren und wir können versuchen, anders mit negativen Situationen umzugehen, um eben nicht direkt zur nächsten Tafel Schokolade zu greifen.

Tipp 1: Negative Situation ändern

Versuche mal,  ein paar Tage lang ein Essens-Situations-Gefühls-Tagebuch zu führen. Also schreibe auf, was du gegessen hast und notiere dazu Situationen und Emotionen,  z.B.

Zeit Nahrungsmittel Situation Gefühle
11 Uhr 1 Tafel Schokolade Kollegin hat fiesen Kommentar vor Chef über mich gemacht Ärger, Wut, Stress

Versuche Muster zu entdecken. Welche Situationen führen öfter zum Überessen? Was kannst du ändern, an der Situation selbst, an deinem Verhalten? Sammle alle Optionen, die dir in den Sinn kommen,  ohne diese zunächst zu bewerten. Für das oben in der Tabelle angeführte Bespiel könntest du z.B. Job oder Abteilung wechseln, ein Gespräch mit der Kollegin führen, ein Gespräch mit dem Boss führen, dir eine dickere Haut zulegen, ein Ventil zum Dampf ablassen finden,  z.B. eine Freundin anrufen etc. Entscheide dann, ob du an der Situation etwas ändern kannst und willst und werde dementsprechend aktiv. Welche Option ist umsetzbar? Lebe nach folgendem bekannten Motto: "Ändere die Dinge, die du ändern kannst, akzeptiere die, die du nicht ändern kannst und lerne beide zu unterscheiden …"

Tipp 2: Anders mit negativen Gefühlen umgehen

Nehmen wir an, du kannst nichts an der Situation ändern. Dann können wir immer noch versuchen, besser mit unserer inneren Einstellung umzugehen, welche wiederum die Gefühle beeinflusst. Greifen wir noch mal unser  Beispiel von oben auf: Die Kollegin hat einen fiesen Spruch über dich abgelassen. Jetzt kannst du zu dir selbst sagen: „Wie furchtbar, wie schlimm, vielleicht hat sie recht“. Oder du kannst sagen: "Das finde ich nicht gut von ihr. Ich weiß aber, dass ich okay bin und ich lasse mich davon jetzt nicht runterziehen." Überlege einfach, wenn das deiner besten Freundin passieren sollte: Was würdest du dann zu ihr sagen? Oftmals reden wir mit uns selbst viel negativer, sind sehr kritisch, mehr  als wir es anderen gegenüber sind. Solltest du dich aber über einen längeren Zeitraum depressiv fühlen, hole dir bitte professionelle Hilfe.

Tipp 3: Happiness Faktor erhöhen

Versuche möglichst viele Glücksfaktoren in dein Leben zu holen. Schreibe dir am besten eine Liste von 10 bis 20 Dingen auf, die dich glücklich machen und einfach umzusetzen sind. Versuche ein paar Mal pro Woche einige Punkte Ihrer Glücksliste anzuwenden.

Also, versuche es doch einfach mal mit dem Glücksfaktor …  Diäten hast du ja schon zahlreich ausprobiert.


Über die Autorin
Julia Milner ist Autorin und Coach. Ihr neuestes Buch "So geht´s leichter: Coach dich schlank" ist bei Goldmann (Random House) erschienen.

Das Buch
So geht's leichter: Coach dich schlank!
50 Strategien, die funktionieren

Autor: Dr. Julia Milner
Verlag: Goldmann

Originalausgabe
Taschenbuch, Broschur
352 Seiten
ISBN: 978-3-442-17227-6