LowFett 30 und Weight Watchers

12
Apr
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Populäre Diäten unter der Lupe – Teil 3

Ich habe euch in den ersten beiden Teilen die kohlenhydratarmen Diäten vorgestellt und heute betrachten wir zwei fettarme Varianten: Low-Fat 30 und die Weight Watchers.

Low-Fat 30

Nach der Idee „Fett macht fett“ ist das Ziel von Low-Fat-Diäten, die Fettzufuhr zu begrenzen. Bei Low Fat 30 sollen maximal 30 Prozent der Energiezufuhr durch Fette in der Nahrung aufgenommen werden. Bei 1500 Kilokalorien pro Tag entspricht das ungefähr 50 Gramm Fett am Tag. Im Durchschnitt essen die Deutschen 110 Gramm Fett täglich. Bei Low-Fat-30 sind alle Lebensmittel oder Mahlzeiten verboten, deren Energie zu mehr als 30 Prozent aus Fett stammt, zum Beispiel Schokolade.

Fazit:

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, seinen Fettkonsum zu reduzieren. Neben der Fettmenge spielt aber vor allem die Qualität von Fetten eine Rolle: Pflanzliche Fette sind den tierischen klar überlegen. Wenn man abnehmen will, sollte man darauf achten, seine „erlaubten“ Kalorien pro Tag nicht zu überschreiten. Ebenso ist auf eine Ausgewogenheit der Nahrungsmittel zu achten.

Weight Watchers

Weight Watchers wurde 1963 in New York gegründet und kam 1970 nach Deutschland. Bei diesem Programm geht es darum, seine Energiezufuhr zu reduzieren. Dazu gehören wöchentliche Treffen mit Erfahrungsaustausch und Gewichtsmessungen der Teilnehmer. Jedes Lebensmittel bekommt Punkte. Jeder, der abnehmen oder sein Gewicht halten will, bekommt eine festgelegte Punktzahl – abhängig von Geschlecht, Alter, Körpergröße und Gewicht – zugewiesen. Diese Zahl sinkt, sobald die Pfunde purzeln. Die Punkte kann man verbrauchen, wie man möchte. Die meisten Obst- und Gemüsesorten haben dabei keine Punkte. Punkte, die nicht verbraucht werden, können gesammelt und z.B. am Wochenende verwendet werden.

Es wird natürlich bei diesem System auf eine fettarme Ernährung geachtet, aber um nicht zu wenig Fett zu sich zu nehmen, muss eine gewisse Menge an Fett-Punkten verbraucht werden. Wer sich bewegt, kann Extrapunkte sammeln.

Fazit:

Das Programm ist kostenpflichtig, motiviert aber durch die Gruppe, wenn man es allein nicht schafft, abzunehmen. Man wird angehalten, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Jedoch haben manche „gesunde“ Lebensmittel klare Nachteile gegenüber „ungesunden“ – Walnüsse haben beispielsweise mehr Punkte als Gummibärchen.
Wer nebenher keinen Sport treibt, läuft Gefahr, an Muskelmasse zu verlieren – das ist nicht günstig, weil die Leistungsfähigkeit sinkt und sich der Grundumsatz erniedrigt.

Auch bei diesen Diäten gilt:
Wer abnehmen will, muss mehr Kalorien verbrauchen, als er zu sich nimmt und den Sport dabei nicht vergessen.